• Klub Rosa

Hallo Welt. Lyrische Gedanken zur aktuellen Zeit.

Aktualisiert: 1. März

Wir schreiben das Jahr 2020. Unser Planet steht Kopf. Ein Virus nimmt uns den Atem. Wut, Angst und Hilflosigkeit regieren und vergiften uns. Wir verstecken Panik hinter Masken, schneiden uns ab vom Miteinander und von Empathie.

Wer sind wir geworden? Wohin gehen wir? Klub Rosa's lyrische Momentaufnahme zur Wirkung der Pandemie...


Hallo Welt.


Ich freu’ mich auf dich. Ein neuer Tag bringt neues Glück.

Ich geh’ nach draußen. Steig’ ins Tram.

Da seh’ ich dich.

Elegant. Dunkles Haar. Deine Augen tiefblau.

In der Hand trägst du Blumen.


Ich lächle.

Doch du bemerkst mich nicht.

Du gehst an mir vorbei, dein Blick starr, die Maske tief im Gesicht.


Hallo Welt. Was siehst du?


WIR sehen nichts.

Am Schalter, im Park und an der Bar.

Alles leer. Alles kalt.


Hallo Welt, wo bist du?


Wo sind die Menschen die sich freuen, tanzen, lachen, singen?

Stumm sind sie geworden.


Du sagst das Virus sei gefährlich.

Es trifft die einen hart, die anderen kaum.

Ich fühle mit, ich zeige Respekt und halte Abstand,

wasch' mir die Hände und reduziere Kontakte.

Aber Maske tragen? Nein, das will ich nicht!


Hallo Welt. Wer bist du?


In deinem Zentrum steht die Angst.

Eine Berührung, ein Kuss unter Fremden –

Wir nennen es „Böse“.


Dies ist kein Ort an dem ich leben will.

Wo bleibt die Intuition, der Sinn für die Wahrheit?


Schau dich um. Was glaubst du?


Ich will dich sehen.

Will dich hören, fühlen, atmen, riechen.


Hallo Welt. Du fehlst mir.

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